Meine Geschichte

Mein Name ist Ina

Als Tochter eines sehr unterschiedlichen Ehepaares bin ich in einem Vorort von Darmstadt  aufgewachsen. Die Eltern einerseits sehr traditionell und streng und andererseits mit viel Freigeist und Moderne, wurde ich darin geprägt meine Wurzeln und die Natur zu schätzen und zu lieben, jedoch mit der Zeit zu gehen und mit der immer schneller werdenden Welt Schritt zu halten.

Durch die Kindheit auf dem Bauernhof meiner Eltern habe ich sehr oft erlebt, dass neues Leben in unsere Welt tritt.

So perfekt, vollkommen und wunderschön wie unsere Natur Neugeborene jeder Art entstehen lässt. Zu sehen wie ein Rad der Natur in das Andere greift und am Ende ein komplexes Ganzes wird, hat mich im späteren Leben wieder zurück zu meinen Wurzeln gebracht.

Nach der Regelschule machte ich an der Pädagogischen Akademie in Darmstadt, die Ausbildung zur Sozialassistentin und kam danach durch Umwege wieder zur Landwirtschaft und lernte auf einem ökologischen Betrieb den Beruf der Landwirtin.

Durch den noch bewussteren Umgang mit der Natur und ihrer Vergänglichkeit musste ich mein eigenes Konsumverhalten hinterfragen.

Als Mutter von zwei Kindern habe ich einen für mich passenden Weg gefunden, weitestgehend auf Plastik zu verzichten und dennoch den Luxus der modernen Welt zu genießen.

Bei dem Stichwort Luxus muss ich stoppen.

Was ist für uns Luxus?

Für meine Mutter war es damals Luxus als sie mich auf die Welt brachte und die Wegwerfwindeln auf den Markt kamen: kein auswaschen, auskochen und langes trocknen der Stoffwindeln mehr, sondern einfach die volle Windel abziehen und wegwerfen, alle Sorgen los sein.

Was für eine tolle Erfindung, oder?
Doch welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln damit? Soviel zu dem Umweltgedanken hinter dem Thema der Wegwerfwindeln gegenüber Stoffwindeln.

Als mein Sohn auf die Welt kam, war es für uns selbstverständlich mit Wegwerfwindeln zu wickeln. Wie sollte es auch anders sein, denn wer denkt heutzutage schon an eine Alternative dazu?

Doch dann kam unsere Tochter auf die Welt, noch im Krankenhaus bekam sie von den Wegwerfwindeln schlimmen Ausschlag, bis wir entlassen wurden und zuhause waren, löste sich bereits die Haut ab und der kleine Po blutete.

Also fing ich an den Po an die Luft zu lassen. Es dauerte nicht lange und alles war voll Pipi, also musste eine Lösung her, die Luft an den kleinen Po lässt und trotzdem verhindert das alles nass wird.

Wir rangierten eines der Spucktücher aus und wickelten es um sie. Meine Mutter sah es und sagte „Wie die Stoffwindeln früher“.

Es dauerte nicht lange und die Suchmaschine lief heiß und ich las mich über Stoffwindeln ein.
Mein erster Gedanke war nur „Wow die sind so hübsch, so habe ich mir das nicht vorgestellt!“

Bei meiner Recherche fand ich viele Leidensgenossen, welche ähnliches erlebt hatten bei der Verwendung von Wegwerfwindeln.
Ich buchte eine Stoffwindelberatung. Nach anfänglicher Skepsis meiner Mutter nach dem Motto „Gehst du jetzt wieder zurück ins Mittelalter?“, begleitete sie mich zu der Beratung.

Das war die Geburt meiner Liebe zu Stoffwindeln und ich bin sie nicht wieder losgeworden.

In den kommenden Tagen stellten wir auf Stoffwindeln um und die Probleme unserer Tochter verschwanden.

So begeistert von dieser Entdeckung, musste ich allen meinen Freunden davon berichten und fing an, ihnen zu zeigen wie Stoffwindeln funktionieren und dass sie heute richtig hübsch und modern sind, kein bisschen so wie früher.

Eine Handvoll Eltern aus meinem Freundeskreis, konnte ich ebenfalls mit der Leidenschaft mit Stoff zu wickeln anstecken, frei nach dem Motto, was du in Anderen entfachen möchtest, muss in dir Selbst brennen!

Ausbildung und Zertifikat